Musikviertel | Architektur und Baugeschichte


Rossbach-Haus um 1900 Rossbach-Haus 2005

Das markanteste Wohnhaus im Viertel: Rossbach-Eckhaus um 1900 und 2005


Das Musikviertel war und ist charakterisiert durch eine ganze Reihe repräsentativer öffentlicher Gebäude, die sein historisches Zentrum bildeten:

  • Das ehemalige »Neue Concerthaus« (Gewandhaus), Ruine 1968 gesprengt und abgerissen - heute Standort des Geisteswissenschaftliches Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig, Beethovenstraße 15
  • Das ehemalige Königliche Konservatorium für Musik (1885-1887) - heute Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«, Grassistraße 8
  • Die ehemalige Kunstgewerbeschule (1887-1890) - heute Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Wächterstraße 11
  • Die ehemalige Städtische Gewerbeschule (1889/90) - heute Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Wächterstraße 13
  • Die Universitätsbibliothek (1888-1891), Beethovenstraße 6
  • Das ehemalige Reichsgericht (1888-1895) - heute Bundesverwaltungsgericht, Simsonplatz 1

Diesem Rahmen sowie der exklusiven zentrumsnahen Wohnlage im Randgebiet des um 1860 von Peter Joseph Lenné angelegten Johannaparkes und des nach 1897 angelegten König-Albert-Parks angemessen, entstanden ab Mitte der 1880er Jahre der Villenring sowie repräsentative historistische Wohn- und Bürgerhäuser der Gründerzeit. In der DDR-Zeit kamen Plattenbauten der Typen P2.11 und PH 16-Erfurt hinzu.

Der Villenring

Karl-Tauchnitz-Str. um 1900

Im Musikviertel wurden um 1900 insgesamt 71 Villen erbaut. Diese prunkvollen, palastähnlichen Villen entstanden v.a. entlang der Karl-Tauchnitz-Straße am nördlichen, westlichen und südlichen Rande, sodass sie einen Halbring im Musikviertel bilden. Die Parkanlagen auf der anderen Seite der Karl-Tauchnitz-Straße ergeben einen zweigeteilten Grüngürtel entlang des Villenrings - unterbrochen von der Marschnerstraße. Max Pommer hatte den Löwenanteil (21) der Villenbauten entworfen und bauen lassen. Ihm folgen der Anzahl nach Peter Dybwad und Arwed Rossbach. Etliche Villenbauten lassen sich derzeit nicht einem bestimmten Architekten zuordnen. Belegt sind diejenigen von:


  • Max Pommer (21)
  • Peter Dybwad (8)
  • Arwed Rossbach (4)
  • Emanuel v. Seidl (2)
  • Karl Weichardt und Bruno Eelbo (2)
  • Max Hasak
  • Arthur Johlige
  • Curt Nebel
  • Paul Würzler-Klopsch
  • Gustav Strauß

Wohn- und Bürgerhäuser

Schwägrichenstr. 11 von O. Brückwald

Ab Mitte der 1880er Jahre entstanden außer den Villen auch Privatbauten als mehrgeschossige Mietshäuser in geschlossener und offener Bebauung. Für die Bebauung des Areals bestanden detaillierte Vorschriften, welche vom Rat der Stadt im Mai 1885 erlassen wurden und u.a. Gebäudehöhe, Gebäudeabstände, Anzahl der Geschosse und Überbauungsgrad der Grundstücke in vorbildlicher Weise regelten. Auch die Genehmigung der Fassadenansicht blieb dem Rat der Stadt vorbehalten. So erhielt Leipzig mit dem Musikviertel einen städtebaulich besonders wertvollen, durch geschlossene Quartierstrukturen klar gegliederten Bereich, der als Ensemble heute unter Denkmalschutz steht. Beteiligt waren daran u.a. folgende Architekten:


Plattenbauten

Mozartstr. 9-13 um 1970

Anfang der 1970er Jahre kam die typisierte »Platte« der DDR-Zeit ins Musikviertel. Der Grund hierfür war die Auslastung vorhanderer Kapazitäten, die anderswo - in Lößnig - nicht verbaut werden konnten, weil da der für die technische Erschließung und Gründung notwendige Vorlauf nicht gegeben war. So wich man mit einigen Objekten kurzfristig in das Musikviertel aus. Der Bombenkrieg hatte hier einzelne Gründerzeithäuser stehen lassen, wie etwa an der Robert-Schumann- und Haydnstraße, die nach Maßgabe der damals üblichen Methoden des Staatsapparats einfach weggerissen wurden, um der »Platte« den erforderlichen Platz zu verschaffen. Ein Teil dieser Häuser war noch bewohnt und zumindest teilweise in einem ausgezeichneten Zustand. Die Bewohner wurden umgesiedelt.


Luftbild 11-Geschosser

Der Maßstab speziell der 11-geschossigen Plattenbauten führte zu einer völlig neuen Form der Bebauung der beräumten Areale, die mit dem baulichen Raumgefüge des alten Musikviertels nichts mehr zu tun hatte. Man baute hier hauptsächlich die beiden Typen P2.11 (11-Geschosser) und PH 16-Erfurt (16-Geschosser), wobei letztere durch ihre Randlage den Gesamteindruck vom Musikviertel nicht derart trüben wie die 11-geschossigen Wohnscheiben (s. auch Luftbild - Foto: © Wohnungsbaugenossenschaft »Kontakt« 2003). Inzwischen stehen die Plattenbauten schon mehr als 30 Jahre. Mit der Wende kam ein neues Baurecht und die Frage nach einer wirtschaftlich vertretbaren weiteren Nutzung. Die Entscheidungen zugunsten einer funktionsgerechten Instandsetzung und Modernisierung sind etwa um 1997 gefallen. Weil die »Elfgeschosser« nach neuem Baurecht nun schon zu den Hochhäusern zählen, mussten die geltenden Brandschutzbestimmungen beachtet werden. Mit der Modernisierung sind eine Reihe von Funktionsmängeln beseitigt bzw. reduziert worden; andere bleiben und werden aber offensichtlich im großen und ganzen toleriert. Trotz aller Störungen des Gesamtbildes des Viertels und einiger funktionaler Mängel der »Platte« ist dennoch festzustellen, dass deren Akzeptanz nach der Sanierung gestiegen ist, wie die Belegungsquote der Objekte zeigt. Das hat sicher auch etwas mit den Mieten zu tun, weil durch sie das Zusammenleben unterschiedlicher sozialer Schichten im Viertel ermöglicht wird. Schätzungsweise 2.200-2.500 der Einwohner des Musikviertel leben heute in Plattenbauten. Ein Leerstand wie in anderen Stadtteilen ist jedenfalls nicht zu verzeichnen. Somit wird die »Platte« im Musikviertel noch längere Zeit existieren.
Es sind dies folgende Typen und Objekte:

  • P2.11 / 11-Geschosser:
    • Mozartstr. 9-13
    • Haydnstr. 4-8
    • Robert-Schumann-Str. 1-5
    • Telemannstr. 1-5
    • Grassistr. 25-33
  • PH 16-Erfurt / 16-Geschosser:
    • Karl-Tauchnitz-Str. 15
    • Karl-Tauchnitz-Str. 17
    • Wächterstr. 36
  • WBS 70 / 5-Geschosser:
    • Paul-Gruner-Str. 52-56

Wer wirkte hier?

Max Arwed Rossbach

Max Arwed Rossbach (24.11.1844 Plauen - 31.12.1902 Leipzig):

Architekt und Königlich-Sächsischer Baurat. Stammte aus einer baukünstlerisch geprägten Familie, sein Vater war Direktor der Königlichen Baugewerkeschule zu Plauen, 1862-1866 Architekturstudium an der Bauschule der Dresdner Kunstakademie (Semperverehrung). Erster Schaffenshöhepunkt war der Bau der »Bibliotheca Albertina« (1887-1891), eine souveräne Leistung in der Architektur des Historismus. Rossbach war als 1. Preisträger aus dem ausgeschriebenen Wettbewerb im deutschsprachigen Raum hervorgegangen, obwohl namentlich die Leipziger Presse den schlichteren Entwurf des baukünstlerisch weniger bedeutsamen Baurates Müller favorisierte. 1893 baute Rossbach für seinen Stukkateur Conrad Louis Heydrich ein vornehmes Mietshaus, das sogenannte »Rossbach-Eckhaus« (Beethovenstraße 8). Rossbach bereicherte das neue Leipziger Viertel weiterhin mit vier hochherrschaftlichen Villen entlang der Karl-Tauchnitz-Straße:

Sie entstanden zwischen 1886-1895. Heute existieren diese Bauten bedauerlicherweise nicht mehr, da sie im Zweiten Weltkrieg zerstört und deren Reste in den 1960er Jahren abgetragen wurden, um Neubauten Platz zu machen. Rossbach wohnte in der Albertstraße 36 (heutige Riemannstraße), ein Büro unterhielt er darüber hinaus am Königsplatz (heute: Wilhelm-Leuschner-Platz). Rossbach machte sich als Stadtrat, Gründungsmitglied des Architektenvereins sowie als Mitglied anderer gesellschaftlicher und gemeinnütziger Vereine auch um das Geistesleben Leipzigs verdient. 1891 wurde er zum Königlich-Sächsischen Baurat ernannt und 1897 mit der Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig ausgezeichnet. Nach seinem Tod fand unter großer Anteilnahme Leipzigs am 04. Januar 1903 die Trauerfeier in der Paulinerkirche statt, an die sich die Beerdigung auf dem Johannisfriedhof anschloss.


Otto Brückwald

Otto Brückwald (06.05.1841 Leipzig - 15.02.1917 Leipzig):

Herzoglich-Sachsen-Altenburgischer Hofbaumeister; studierte in Leipzig noch bei Albert Geutebrück und an der Königlichen Akademie in Dresden unter Georg Hermann Nicolai, dem Nachfolger Gottfried Sempers. Hatte 1864-1867 die Bauleitung des Neuen Theaters am Augustusplatz inne, errichtete 1869-1871 das Altenburger Hoftheater und 1872-1875 das Festspielhaus Bayreuth. Sein letzter Bau in Leipzig war das Wohnhaus Schwägrichenstraße 11, welches Brückwald 1894-1896 für sich selbst erbaute. Er bewohnte hier bis 1901 eine Wohnung im Erdgeschoss und unterhielt ein Büro im Souterrain. 1898 wurde er durch einen Schlaganfall berufsunfähig. Danach brach ihm die Finanzierung zusammen und sein Haus wurde 1901 zweimal zwangsversteigert. Der Student Pratz konnte den Zuschlagspreis für die Schwägrichenstraße 11 zunächst nicht bezahlen. Das Haus ging endgültig an eine Witwe Trübbach aus Dresden. Er starb am 15. Februar 1917 im Altersheim des Johannishospitals.
Von ihm sind die ehemalige III. Höhere Bürgerschule (Kriegsverlust), Pestalozzistraße 4 (heute Telemannstraße) und die Wohnhäuser:


Max Pommer

Max Pommer (04.04.1847 Chemnitz - 05.07.1915 Leipzig):

Stadtrat und Königlich-Sächsischer Baurat, Architekt, Bauunternehmer und Erbauer der Meyer'schen Häuser. Freund und Nachfolger des Verlegers Hermann Julius Meyer (1826-1909) als Vorstandsvorsitzender der »Stiftung für die Erbauung billiger Wohnungen in Leipzig« (s. Links). Pionier des Stahlbetonbaus in Deutschland nach der Methode des Franzosen François Hennebique (1823-1906), dessen Patent er für Deutschland in Lizenz erwarb. Beteiligt am Bau des Hauptbahnhofs und vieler innerstädtischer Gebäude wie von Kaufhaus Karstadt. Auch der Bismarckturm von 1914 in Lützschena-Stahmeln wurde als Eisenbetonbau durch die Fa. Max Pommer KG ausgeführt (s. Links). Wohnte in der Plagwitzer Straße 51b (heute Käthe-Kollwitz-Straße). Seine Nachfahren wurden im Zuge der Verstaatlichung der Reste mittelständischer Unternehmen unter Honecker 1972 enteignet. Die 1898 von Max Pommer gegründete Baufirma ging im Ingenieurbau Leipzig auf.
Das Wohnhaus Robert-Schumann-Str. 1 (Kriegsverlust) im Musikviertel wurde von ihm errichtet. Außerdem sind etwa ein Drittel aller Villen hier von Max Pommer:


  • F. Jay - Karl-Tauchnitz-Str. 1
  • H. Schunck - Karl-Tauchnitz-Str. 3
  • W. Göhring - Karl-Tauchnitz-Str. 4 (?)
  • J. Harck - Karl-Tauchnitz-Str. 6
  • M. Reißig - Karl-Tauchnitz-Str. 8
  • E. M. Schmidt - Karl-Tauchnitz-Str. 12 (Kriegsverlust)
  • W. Oelßner - Karl-Tauchnitz-Str. 13 (Kriegsverlust)
  • W. Wölker - Karl-Tauchnitz-Str. 15 (Kriegsverlust)
  • H. Girbardt - Karl-Tauchnitz-Str. 17 (Kriegsverlust)
  • O. Langbein - Karl-Tauchnitz-Str. 23
  • F. Nachod - Karl-Tauchnitz-Str. 27 (Kriegsverlust)
  • J. E. Cichorius - Karl-Tauchnitz-Str. 33
  • E. Kirchner - Karl-Tauchnitz-Str. 39 (Kriegsverlust)
  • S. Sieskind - Wächterstr. 15
  • G. Schreiber - Beethovenstr. 16
  • F. Mayer - Wilhelm-Seyfferth-Str. 2
  • H. Beckmann - Ferdinand-Rhode-Str. 2 (Kriegsverlust)
  • G. Hirzel - Schwägrichenstr. 8 (Kriegsverlust)
  • C. Scheele - Schwägrichenstr. 27 (Kriegsverlust)
  • A. Mehlmann - Schwägrichenstr. 29 (Kriegsverlust)
  • L. Berger - Robert-Schumann-Str. 11 (Kriegsverlust)

Peter Dybwad

Peter Dybwad (17.2.1859 Christiana/Oslo - 13.10.1921 Leipzig):

Architekt. Dybwad studierte von 1878 bis 1882 an der Bauakademie in Berlin. 1885 gewann er gemeinsam mit Ludwig Hoffmann den 1. Preis im Wettbewerb für den Bau des Reichsgerichts, dessen Bau er bis zur Fertigstellung 1895 verbunden blieb. Auch darüber hinaus blieb Dybwad als technischer Beirat in Baufragen dem Reichsgericht bis 1920 erhalten. Er lebte als freier Architekt in Leipzig und errichtete hier viele Wohnhäuser für wohlhabende Bürger sowie etliche Geschäfts- und Bankhäuser in der Innenstadt. Seit 1902 wohnte Dybwad in der von ihm erbauten Villa in der Ferdinand-Rhode-Str. 32 (Kriegsverlust). Ihm werden 8 Villen im Musikviertel zugeschrieben. Es sind dies folgende:


  • P. Richter-Bruhm - Karl-Tauchnitz-Str. 5 (Kriegsverlust)
  • Rentsch-Röder - Karl-Tauchnitz-Str. 10
  • A. Meyer - Karl-Tauchnitz-Str. 16 (Kriegsverlust)
  • R. Schmidt - Karl-Tauchnitz-Str. 47 (Kriegsverlust)
  • P. Dybwad - Ferdinand-Rhode-Str. 32 (Kriegsverlust)
  • P. Dybwad - Ferdinand-Rhode-Str. 34
  • J. Petersmann - Schwägrichenstr. 23
  • P. Meyer - Robert-Schumann-Str. 9 (Kriegsverlust)

Ludwig Hoffmann

Ludwig Hoffmann (30.7.1852 Darmstadt - 11.11.1932 Berlin):

Architekt und Baubeamter. 1873 begann er sein Architekturstudium an der Kunstakademie Kassel, setzte es ab 1874 an der Bauakademie Berlin fort und schloss es 1879 mit der 1. Staatsprüfung und 1884 mit der 2. Staatsprüfung ab. 1885 gewann er gemeinsam mit Peter Dybwad den 1. Preis im Wettbewerb für den Bau des Reichsgerichts. Von 1887 bis 1895 wohnte Hoffmann in Leipzig. Im Jahr der Schlusssteinlegung am Reichsgericht, 1895, wurde Hoffmann zum Königlichen Regierungsbaumeister ernannt. Seine wirkungsmächtigste Zeit hatte er als Stadtbaurat von Berlin (1896-1924), wo er u.a. seit 1909 den Bau des Pergamonmuseums nach den Entwürfen seines Freundes Alfred Messel leitete - endgültige Fertigstellung 1934 (L. H.: Lebenserinnerungen eines Architekten. 2. Auflage Berlin 1996). Ehrenbürger von Berlin (1924) und Darmstadt (1932).


Hugo Licht

Hugo Licht (21.2.1841 Nieder-Zedlitz bei Fraustadt/Posen - 28.2.1923 Leipzig):

Architekt und Leipziger Stadtbaurat. Nach seinem Studium an der Königlich-Preußischen Bauakademie Berlin unternahm er Reisen nach Wien, Rom, Pompeji, London und Paris. 1871-1879 freiberuflich in Berlin tätig, wurde er 1879 Leiter des Hochbauamtes der Stadt Leipzig (bis 1906). Das Konservatorium in der Grassistraße (1885-1887) stammt von Hugo Licht. In seiner Amtszeit entstanden in der Innenstadt u.a. das Predigerhaus am Nikolaikirchhof (1885-1887), das Alte Grassimuseum am Königsplatz (heutiger Wilhelm-Leuschner-Platz; 1894-1897), das Städtische Kaufhaus (1893-1901) und das Neue Rathaus (1888-1905).


Martin Gropius

Martin Carl Philipp Gropius (11.08.1824 Berlin - 13.12.1880 Berlin):

Architekt. Wirkte in Berlin als selbständiger Baumeister sowie bis 1865 als nebenamtlicher Lehrer und ab 1866 als Professor an der Berliner Bauakademie. 1866 gründete er gemeinsam mit Heino Schmieden die Architektenfirma Gropius & Schmieden, die sich zu einem der führenden Bauunternehmen in Berlin entwickelte. 1869 wurde er zum Direktor der Königlichen Kunstschule Berlin und zum Leiter aller preußischen Kunstschulen berufen sowie zum Mitglied des Senats der Akademie der Künste gewählt. Baute gemeinsam mit Schmieden zahlreiche öffentliche Gebäude in Berlin wie das Kunstgewerbe-Museum (1877-1881) - heute Martin-Gropius-Bau. Von Gropius und Schmieden stammt der Entwurf für das »Neue Concerthaus« (Gewandhaus).


Heino Schmieden
Heino Schmieden (15.05.1835 Soldin - 07.09.1913 Berlin):

Architekt. Studierte an der Berliner Bauakademie und machte 1866 hier seine Baumeisterprüfung. Bis 1880 war er mit Martin Gropius soziiert (Fa. Gropius & Schmieden). Gründungsmitglied der Vereinigung der Berliner Architekten, Mitglied der Akademie des Bauwesens und der Akademie der Künste. Gemeinsam mit Gropius errichtete er mehrere Wohnhäuser, das Krankenhaus im Friedrichshain, die Chirurgische Universitätsklinik, die Universitäts-Frauenklinik und das Kunstgewerbemuseum (heute Martin-Gropius-Bau). Von Gropius und Schmieden stammt der Entwurf für das »Neue Concerthaus« (Gewandhaus).


-  Wird fortgesetzt  - 

Stand: 15.08.2005
© Musikviertel e.V. 2005
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