Musikviertel e.V. | Vereinschronik

Urkunde von 1990

Die Urkunde des Vereinsregisters, die dem Musikviertel e. V. Rechtsfähigkeit verlieh, trägt noch den Stempel »Deutsche Demokratische Republik - Kreisgericht Leipzig«, denn sie stammt aus dem Oktober 1990. Im August dieses Jahres gründeten Bürgerinnen und Bürger, die schon seit Jahrzehnten im Musikviertel wohnten und es teilweise sogar vor der Bombardierung im Februar 1944 erlebt hatten, den Bürgerverein. Zu Beginn im Jahre 1991 befand sich unser Bürgerbüro im Rossbach-Haus in der Beethovenstraße 8.

Laut Satzung besteht der Zweck des Vereins in der »selbstlosen Förderung der Allgemeinheit im Leipziger Musikviertel auf materiellem, geistigem und sittlichem Gebiet«. Das betrifft die Förderung des Umwelt- und Denkmalschutzes sowie der menschlichen Beziehungen zu älteren Bürgern oder Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Der Satzungszweck wird in Zusammenarbeit mit den Ämtern und Referaten der Stadt Leipzig verfolgt. Insofern ist der Verein Interessenvertreter der Bürgerinnen und Bürger und zugleich ein Bindeglied zur Kommune.

Neben der täglichen Arbeit mit und für die Bürger im Musikviertel wurden folgende Projekte durchgeführt: Nach einer langen Vorbereitungsphase wurde im März 1997 das Buch »Das Leipziger Musikviertel« mit Beiträgen namhafter Autoren zur Geschichte und Gegenwart im Musikviertel herausgegeben. Inzwischen ist die gesamte Auflage vergriffen, und für eine überarbeitete Neuauflage fehlt uns leider das Geld. Im Juni 1997 wurde in Zusammenarbeit mit Investoren, Bürgern und Stadtverwaltung ein Planungsseminar zum Bebauungsplan mit dem Ziel einer Interessenabstimmung bei der städtebaulichen Entwicklung im Musikviertel durchgeführt.


Rossbach-Haus um 1900

Seit Sommer 1997 wird das Schachzentrum im Clara-Zetkin-Park vom Verein in den Sommermonaten betreut und so ein Treffpunkt für junge und ältere Schachspieler wiederbelebt, der sich schon zu DDR-Zeiten großer Beliebtheit erfreut hat.

Im März 1998 hatte die Wanderausstellung »Die Pleiße kommt wieder - was noch?« Premiere. Ende 1998 konnte der Bürgertreff in der Schwägrichenstraße 8 mit kulturellen und sportlichen Aktivitäten in Betrieb genommen werden. Dafür stellte die LWB die Räume zunächst kostenlos zur Verfügung. Als sich im Sommer 2000 der Waldkindergarten für diesen Standort interessierte, wurde diese »Zwischennutzung« gekündigt. Um die begonnene Arbeit zu sichern, mietete der Verein die Räumlichkeiten in der Schwägrichenstraße 8 an und verlegte auch sein Büro dorthin.

Im Sommer 2000 startete ein Kindertheater auf der Parkbühne, das jeweils im Sommer zur Ferienzeit bis 2004 mit Schülertheaterwettbewerben und weiteren Vorstellungen seine Fortsetzung gefunden hat.
Neben den Mitgliedern und dem fünfköpfigen Vorstand, die ehrenamtliche Arbeit leisten, beschäftigte der Verein teilweise bis zu sieben ABM-Kräfte, die in unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Denkmalschutz, soziale Infrastruktur des Viertels, Arbeit mit Kindern und Senioren arbeiteten.

Mit der Zeitung aus dem Musikviertel trägt der Bürgerverein dazu bei, Themen und Aktivitäten, die für die Bürger des Musikviertels von Interesse sind, öffentlich zu diskutieren und die Meinungsbildung anzuregen.


-  Wird fortgesetzt  - 

Stand: 27.02.2006
© Musikviertel e.V. 2005
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