Musikviertel | Zeittafel

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Leipzigs südwestlicher Vorstadtteil eine kaum erschlossene Auen- und Gartenlandschaft (Triersche Gärten, Krumbhaarischer Garten, Schimmels Gut).

Plan von Leipzig 1814 - Ausschnitt

Aus dem Plan von 1814 lässt sich die Beschaffenheit des Geländes erkennen: Morastige Wiesen, Teiche und Tümpel, Auenwald und Gärten prägten das Terrain südwestlich der Stadtmauern. Bis 1865 blieb das weitgehend wie auf dem Plan vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Das Musikviertel entstand faktisch auf der »grünen Wiese« vor der Stadt.

1865 ging man daran Pleiße und Elster zu regulieren und das Land trockenzulegen. Die voranschreitende Industrialisierung und das Bevölkerungswachstum machten die Nutzung von bisher ungenutzten Stadtraum erforderlich. Leipzig wuchs von der Reichsgründung bis zur Jahrhundertwende von 107.000 auf 456.000 Einwohner.


1823
Das Areal um Schimmels Gut mit seinen Anwesen - den drei Teichen, der Insel »Buen Retiro« (glücklicher Rückzug) mit Restauration - wird zu einem beliebten Vergnügungszentrum der Leipziger.

1858
Der Bankier Wilhelm Theodor Seyfferth (1807-1881) erwirbt das weitläufige Wiesenland südwestlich der Pleißenburg und lässt durch den Landschaftsgestalter Joseph Lenné (1789-1866) ein gärtnerisches und landschaftliches Kunstwerk schaffen.

1861
Vollendung des im englischen Landschaftsstil gestalteten »Johannaparks« (benannt nach der sehr jung verstorbenen Tochter Seyfferths)

1863
7. Mai: Gründung des Leipziger Rennclubs

1864
Einstellung des Floßbetriebs. Der nunmehr funktionslose Holzstapelplatz, der Floßplatz, wird zu einem Schmuckplatz gestaltet; sonntäglich verkehren Passagierdampfer ab Promenadenring.

1865
Beginn der Flussregulierungen im Gebiet des heutigen Musikviertels

1866
Die Stadt überlässt dem Leipziger Rennclub die Ratswiese am Scheibenholz zur Pachtnutzung als Pferderennbahn

1867
14./15. September: Eröffnungsrennen mit großer Festveranstaltung auf der neuen Galopprennbahn am Scheibenholz

1876
Verlagerung des Botanischen Gartens der Universität (ehemals Trierscher Garten, heutige Linnéstraße)

1880
Die Stadt erwirbt u. a. das Areal von Schimmels Gut mit Teichen. Noch ist es eine Ausflugsstätte. Eine umfangreiche Bodenerschließung und Umgestaltung einschließlich Parzellierung und Straßenaufschüttung beginnt.

1881
Juli: Der »Johannapark« geht durch Vermächtnis des Bankiers Wilhelm Seyfferth als Schenkung in städtisches Eigentum über. Unter der Bedingung, dass der Park für immer der Bebauung entzogen bleibe und seinen Namen für immer behalte.

1882
Mai: Baubeginn für das Neue Concerthaus zwischen Mozart- und Beethovenstraße (der Konzertsaal im alten Gewandhaus am Neumarkt reichte nicht mehr aus) - ein Projekt der Berliner Architekten Martin Gropius (1824-1880) und Heino Schmieden (1835-1913); zum größten Teil finanziert aus dem Vermächtnis des Kunstfreundes Franz Dominic Grassi (1801-1880)

1884
Trockenlegung des großen Gondelteiches zum Zwecke der endgültigen Parzellierung und zur Anbindung der noch unterbrochenen Straßenführung;
11. Dezember: Einweihung des Concerthauses (Neues Gewandhaus) mit einem Konzert unter Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke

1885
Mai: Beginn der Namensgebungen für die bisher mit Ziffern und Buchstaben bezeichneten Straßen;
6. Juli: Amtliche Ankündigung des Rates der Stadt: Bauvorschriften für die im südwestlichen Bebauungsplan von den Straßen eingeschlossenen Parzellen sind erlassen.

1887
5. Dezember: Eröffnung des Königlichen Conservatoriums der Musik in der Grassistraße 8, einem Neubau nach Plänen des Baurates Hugo Licht (1841-1923), als Ersatz für die 1843 auf Initiative von Felix Mendelssohn Bartholdy gegründete Bildungsstätte im Hofgebäude des Alten Gewandhauses

1888
Grundsteinlegung für den Reichsgerichtsbau;
Im Gewandhaus dirigiert Peter Tschaikowski; es kommt zu Begegnungen mit Johannes Brahms und Edvard Grieg. Der königlich-sächsische Hoflieferant und Fischhändler Händel ist der erste Bewohner der Pestalozzistraße (heutige Telemannstraße).

1890
Abbruch der »Nonnenmühle« für den weiteren Aufschluss der Karl-Tauchnitz-Straße. Die Städtische Gewerbeschule in der Wächterstraße 13 (erbaut von Hugo Licht) wird übergeben (seit 1992 Teil der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig - Fachbereich Elektrotechnik); Vollendung des Baues der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig (Wächterstraße 11; seit 1947: Hochschule für Grafik und Buchkunst), geschaffen nach den Plänen des Karlsruher Architekten Warth und dem Projekt der Oberbauräte Wanckel und Nauck und hervorgegangen aus der 1764 gegründeten und in der damaligen Pleißenburg untergebrachten Kunstakademie

1891
24. Oktober: feierliche Eröffnung der Universitätsbibliothek »Bibliotheca Albertina« in der Beethovenstraße, erbaut ab 1887 nach Plänen von Arwed Rossbach (1844-1902)

1892
12. April: Einweihung der III. Höheren Bürgerschule (Pestalozzistraße 4 - heute Telemannstraße);
26. Mai: Enthüllung des von Bildhauer Werner Stein (1855-1930) modellierten Mendelssohn-Denkmals vor dem Haupteingang des Neuen Gewandhauses mit einem Festkonzert des Gewandhausorchesters und dem Solisten Joseph Joachim; Fertigstellung des viergeschossigen Eckbaues Beethoven-/Grassistraße nach Plänen von Arwed Rossbach (Rossbach-Eckhaus)

1895
Berufung von Arthur Nikisch (1855-1922) zum neuen Gewandhauskapellmeister. Am 22. Oktober leitete er sein erstes Konzert. Peter Dybwad (1859-1921) lässt sich in Leipzig als Privatarchitekt nieder. In den Folgejahren entstehen nach seinen Plänen und unter seiner Leitung auch die Villen im Geviert Pestalozzi-/Robert-Schumann-/Schwägrichen-/Ferdinand-Rhode-Straße und in der Karl-Tauchnitz-Str. 10;
24. August: erstmals werden Straßen und Plätze in Leipzig elektrisch beleuchtet;
26. Oktober: Vollendung des größten Monumentalbaus des Musikviertels, des Reichsgerichtsgebäudes

1896
17. April: erstmals fährt in Leipzig die elektrische Straßenbahn, die sogenannte »Blaue«, von Connewitz durch das Stadtinnere nach Gohlis;
20. Mai: Inbetriebnahme der »Roten« Elektrischen, deren Linien auch durch das Musikviertel führen

1897
21. April: Beginn der Abbrucharbeiten der alten Pleißenburg für den Bau des Neuen Rathauses (1899-1905; Hugo Licht);
24. April: Eröffnung der bis zum 19. Oktober dauernden Sächisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung (Veranstaltung zur Wiederbelebung der Leipziger Messe) auf dem Gelände, auf dem der König-Albert-Park (heute Clara-Zetkin-Park) entsteht; Max Klinger wird Professor an der Akademie für graphische Künste und korrespondierendes Mitglied der neu gegründeten Wiener Sezession.

1899
Die Schriftstellerin Elsa Asenijeff (1867-1941) bezieht die von ihrem Lebensgefährten Max Klinger gemietete Wohnung in der Schwägrichenstraße 11.

1902
Der Architekt Peter Dybwad zieht in seine von ihm erbaute Villa in der Ferdinand-Rhode-Str. 32 ein. Nach Vollendung der monumentalen Beethoven-Plastik erscheint im Seemann-Verlag Elsa Asenijeffs Werkgeschichte »Max Klinger: Beethoven - eine kunsttechnische Studie«. Die Plastik ist nach der Einweihung des neuen Bildermuseums im Dezember 2004 wieder zu sehen.

1904
Baumeister Max Pommer feiert das 25jährige Jubiläum seines Architekturbüros. Unter seiner Leitung entstanden zwischen 1888 und 1897 die meisten Villen an der Karl-Tauchnitz-Straße sowie das Wohnhaus Robert-Schumann-Straße 1.

1905
Der Bildhauer Carl Seffner (1861-1932) richtet in der Ferdinand-Rhode-Straße 1a sein Atelier ein

1907
Einweihung der neuen Tribüne an der Pferderennbahn am Scheibenholz (Architekt Paul Burghardt); Prof. Wilhelm Wundt (1832-1920), Physiologe, Psychologe und Philosoph, zieht in das Mietshaus Schwägrichenstraße 17; Max Reger (1873-1916) wird an das Königliche Konservatorium berufen;
9.-12. Oktober: Im Reichsgericht findet der Hochverratsprozess gegen Karl Liebknecht statt.

1909
Veranstaltung eines »Gewandhaus-Festkonzertes« zur 500-Jahr-Feier der Leipziger Universität

1911
Fritz von Harck (1855-1917), wohnhaft Karl-Tauchnitz-Straße 6, wird für seine Verdienste um die Kunst vom sächsischen König in den Adelsstand erhoben.

1913
September: Internationales Reitturnier im Scheibenholz mit Festveranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Leipziger Rennclubs.
Oktober: Nutzung des Großen Saales des Neuen Gewandhauses für das »Kaiserbankett« anlässlich der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals

1915
21. März: Sonderkonzert für das Arbeiter-Bildungsinstitut im Gewandhaus unter Leitung von Arthur Nikisch

1918
31. Dezember: erstes Silvesterkonzert des Arbeiter-Bildungsvereins (das Gewandhausorchester unter Nikisch spielte die 9. Sinfonie von Beethoven und markierte damit den Beginn einer Tradition, die sich bis heute erhalten hat)

1919
Die III. Höhere Bürgerschule an der Pestalozzistraße (Telemannstraße) wird zur 1. Volksschule.

1920
Umfangreiche bauliche und funktionale Veränderungen im Innenbereich der »Bibliotheca Albertina« beginnen.

1921
Karl Straube (1873-1950), Thomaskantor 1918-1940, gründete das Kirchenmusikalische Institut am Königlichen Konservatorium der Musik

1922
Wilhelm Furtwängler (1886-1954) wird Kapellmeister des Gewandhausorchesters (bis 1928); Erich Kästner (1899-1974) zieht als »möblierter Herr« bei Dr. Hübler, Hohe Straße 51, ein.

1924
Umbenennung des Königlichen Konservatoriums in Landeskonservatorium der Musik

1929
Einrichtung der Meisterschule für das graphische Gewerbe; Bruno Walter (1876-1962) wird Gewandhauskapellmeister (bis 1933)

1930
12. Oktober: Das Arthur-Nikisch-Denkmal von Hugo Lederer wird vor dem Gewandhauseingang Grassistraße feierlich enthüllt;
20. November: Der 14jährige Yehudi Menuhin tritt erstmals im Gewandhaus auf.

1931
Leipziger Weltbühnen-Prozess vor dem Reichsgericht. Carl von Ossietzky wird verurteilt, weil er Pläne der geheimen Aufrüstung veröffentlicht hatte.
3. Oktober bis 8. November: 1. Große Leipziger Kunstausstellung

1933
Gewandhauskapellmeister Bruno Walter wird von den Nationalsozialisten zum Rücktritt gezwungen. Werke von Mendelssohn Bartholdy dürfen nicht mehr aufgeführt werden. 21. September bis 23. Dezember: Reichstagsbrandprozess im Reichsgericht

1936
9./10. November: Nationalsozialisten beseitigen das Mendelssohn-Denkmal vor dem Neuen Gewandhaus. Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler tritt daraufhin zurück.

1938
27. Oktober bis 1. November: 1296 Bürgern jüdischen Glaubens wird im polnischen Konsulat (Wächterstraße 32) Asyl gewährt.

1941
Das Landeskonservatorium wird Staatliche Hochschule für Musik.

1942
Die Tänzerin und Tanzpädagogin Mary Wigman (1886-1973) siedelt von Dresden nach Leipzig über. Sie wohnt zunächst in der Nordvorstadt und später in der Mozartstraße 17.

1943
4. Dezember: Der schwerste der großen Bombenangriffe auf Leipzig zerstört weite Teile des Stadtzentrums.

1944
20. Februar: Luftangriff auf Leipzig und seine Südvorstadt. Im Musikviertel werden mehr als 50 Prozent der Bauten, darunter das Herzstück - das Gewandhaus -, der Saal des Konservatoriums, das Reichsgericht, die Universitätsbibliothek, viele Villen und Wohnbauten total zerstört oder schwer beschädigt.

1945
27. Februar: Luftangriff auf Leipzig und das Musikviertel. Die Wohnhäuser Beethovenstraße 14 und 23 werden zerstört.
6. April: Bombenangriff; Zerstörung des Mitteltraktes und des östlichen Gebäudeteils der »Bibliotheca Albertina«.
18. April: erste amerikanische Panzer erreichen Leipzig.
2./3. Juli: Einzug der Roten Armee in Leipzig; Eröffnung der sogenannten Wigman-Schule in der Mozartstraße 17

1945/46
Die Trümmerbahn befördert entlang der Karl-Tauchnitz-, Ferdinand-Rhode- und Wundtstraße den Schutt abgetragener Ruinen zu den Bauernwiesen. Der Fockeberg entsteht.

1946
Herausbildung des »Institutes für Tanz Leipzig« in der Wilhelm-Seyfferth-Straße 6, einer Zweigstelle der Palucca-Schule Dresden;
1. Oktober: Festakt zur Wiedereröffnung der Staatlichen Hochschule für Musik (»Mendelssohn-Akademie«)

1947
26. April: feierliche Wiedereröffnung der Akademie für Grafik und Buchkunst als Kunsthochschule;
4. November: Enthüllung des von Bildhauer Walter Arnold (1909-1979) geschaffenen neuen Mendelssohn-Denkmals (Büste) vor der Ruine des Gewandhauses anlässlich des 100. Todestages des Komponisten. Mehrere Parkteile, darunter der König-Albert-Park, erhalten den Namen Clara-Zetkin-Park.

1949
Franz Konwitschny kommt von Hannover als Gewandhauskapellmeister nach Leipzig.

1952
18. Juni: Eröffnung des Georgi-Dimitroff-Museums im ehemaligen Reichsgericht; das Museum der bildenden Künste findet im ehemaligen Reichsgericht ein neues Domizil. Das Bildermuseum am Augustusplatz war im Dezember 1943 ausgebombt worden.

1953
Übersiedelung des 1947 in Weimar-Belvedere gegründeten Deutschen Theaterinstituts ins Musikviertel. Gründung der Theaterhochschule »Hans Otto«.

1955
8. Januar: Beginn der Arbeiten im ehemaligen Albertpark, einem Teil des Clara-Zetkin-Parks, zur Umgestaltung der gesamten Parklandschaft in einen Zentralen Kulturpark.
30. April: Einweihung der Parkbühne im Kulturpark. Die Überwölbung des Pleißemühlgrabens vom Germaniabad (Wundtstraße) bis zum Rosenthalwehr (begonnen 1951) wird beendet

1966
Herausbildung der Staatlichen Ballettschule Leipzig (Fachschule für Tanz) als selbständige Einrichtung.

1967
Umsetzung des (zweiten) Mendelssohn-Denkmals in die Fritz-von-Harck-Anlage

1968
Frühjahr: Abrissarbeiten und schließlich Sprengung der wiederaufbaufähigen Gewandhausruine. Sprengung bzw. Abtragung von mehrgeschossigen, teils guterhaltenen Wohnbauten in der Ferdinand-Rhode-Straße. Zur 125-Jahr-Feier der Hochschule für Musik erhält sie einen neuen Namen: Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy«.

1969
Die Bauarbeiten am Gästehaus des Ministerrats der DDR, Schwägrichenstraße 14, sind abgeschlossen. Beginn der Bauarbeiten für die elfgeschossigen Wohnhäuser in Plattenbauweise

1972
Namensgebung »Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy« anlässlich des 125. Todestages des Komponisten. Der Häuserblock Robert-Schumann-Straße wird bezogen. Die Clara-Zetkin-Schule an der Pestalozzistraße (Polytechnische Oberschule) wird eingeweiht.

1973
Die rechte Seite der Doppelschule in der Pestalozzistraße wird als Thomas-EOS (Erweiterte Oberschule) eingeweiht. Hier gehen die Thomaner zur Schule.

1978
Drei Hochhäuser werden an der Karl-Tauchnitz-Straße errichtet.

1981
Einrichtung einer zweiten Sandbahn auf dem Gelände der Scheibenholz-Rennbahn

1989
Beginn der Gesamtrekonstruktion des Gebäudekomplexes der Universitätsbibliothek in drei Bauabschnitten

1990
30. August: Der Bürgerverein »Musikviertel e.V.« wird gegründet. Er setzt sich in der Folge für die Sanierung und Erhaltung des Viertels ein. November: Künstler und Architekten erstellen einen Rahmenplan zur Öffnung des Pleißemühlgrabens: Aktion »Die Pleiße ans Licht«

1991
30. Mai - 2. Juni: In der Hochschule für Grafik und Buchkunst findet das Entwurfsseminar »Neue Ufer« statt mit dem Ziel der Renaturierung Leipziger Flüsse. Das Stadtparlament beschließt eine Erhaltungssatzung für das Musikviertel.

1992
11. März: Fusion der Theaterhochschule »Hans Otto« mit der Hochschule für Musik zur Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«.
27. Mai: Eine vom Deutschen Bundestag und dem Bundesrat gebildete Unabhängige Föderalismuskommission beschließt, dass das Bundesverwaltungsgericht von Berlin nach Leipzig umziehen soll (2002 ins bis dahin rekonstruierte Reichsgericht).
30. Juni: offizielle Wiedereröffnung des U.S.-Generalkonsulats und Einweihung des Amerika-Hauses in der Wilhelm-Seyfferth-Straße 4
17./18. September: städtebauliches Entwurfsseminar zur perspektivischen Gestaltung des Musikviertels

1993
1. Januar: Aufnahme der Staatlichen Ballettschule in den Verband der Oper: »Ballettschule der Oper Leipzig«

1994
Herbst: Ballettschule erhält den Status »Berufsfachschule für Bühnentanz«.

1995
Das Sächsische Staatsarchiv und das Institut für Länderkunde ziehen aus dem Gebäude des Reichsgerichts aus.
21. April: Übersiedelung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in die Karl-Tauchnitz-Straße 1.
21. November: offizielle Neugründung des Leipziger Literaturinstituts, einer Neuformierung des 1955 in der DDR etablierten Literaturinstituts »Johannes R. Becher« (Wächterstraße 32)

1996
22. August: Eröffnung des renovierten Schachzentrums im Clara-Zetkin-Park durch den Bürgerverein »Musikviertel e.V.«.
November: die eng mit den Traditionen verbundene Ballettschule verlässt das Musikviertel und bezieht eine moderne Ausbildungsstätte in Schönefeld.

1998
16. Mai: Eröffnung der Galerie für Zeitgenössische Kunst (s. Links) Leipzig in der Herfurthschen Villa, Karl-Tauchnitz-Straße 11, in der Umbaukonzeption von Peter Kulka.
16. Dezember: Übergabe des ersten komplett fertiggestellten Öffnungsabschnitts der Pleiße zwischen Mahlmann- und Braustraße

1999
Im Zuge der Umgestaltung der Fritz-von-Harck-Anlage wird die Mendelssohn-Büste in das Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße gebracht. Beginn der Öffnung des Pleißemühlgrabens zwischen Wächter- und Karl-Tauchnitz-Straße

2000
4. April: Grundsteinlegung des Neubaus der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten (GWZ) der Universität (alter Standort des Gewandhauses).
3. November: Einweihung der neu gestalteten Fritz-von-Harck-Anlage und des angrenzenden Flussabschnitts und der Lichtstelen

2001
22. März: Einweihung der Wasserwalze am Nonnenmühlwehr (Fritz-von-Harck-Anlage).
2. April: Einweihung des neuen Konzertsaales der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«

2002
Frühjahr: Umbenennung der Marschnerstraße zwischen Rondell und Ferdinand-Lassalle-Straße in Edvard-Grieg-Allee.
26. August: das Bundesverwaltungsgericht nimmt seine Tätigkeit im Reichsgericht auf.
12. September: offizielle Einweihung des Bundesverwaltungsgerichts mit Bundespräsident Johannes Rau. Abschluss der Neugestaltung des Simsonplatzes und des zugehörigen Pleißemühlgrabens.
24. Oktober: Festakt zur Übergabe des Neubaus der Geistes- und Sozialwissenschaften und der wieder aufgebauten Universitätsbibliothek

2003
6. März: Enthüllung einer Gedenktafel für die 1968 abgerissene Ruine des Gewandhauses an der östlichen Giebelfront des Neubaus der Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität

2004
Frühjahr: Bau eines Ausstellungspavillons auf dem Grundstück der Galerie für Zeitgenössische Kunst - Einweihung: November (s. Links);
März: Beginn der Sanierung des sog. Rossbach-Eckhauses, Beethovenstraße 8
November: Baubeginn des sog. »Greenhouse« in der Robert-Schumann-Straße (?)

2005
Frühjahr: Beginn der Freilegung des Pleißemühlgrabens hinter dem Wohnblock Grassistraße 25-33
März: Fertigstellung Rossbach-Haus, Beethovenstraße 8


Stand: 18.01.2006
© Musikviertel e.V. 2006
www.musikviertel.de